Saturday, September 30, 2006

Fortgehen auf Englisch

Ich bin jetzt seit mittlerweile zehn Tagen in England. Es überrascht mich, wie schnell ich mich hier eingewöhne - irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass mir viele Dinge strange vorkommen würden. Das ist aber überhaupt nicht der Fall: Wenn ich zum Beispiel nach Italien fahre, dann stolpere ich viel öfter über Ungewohntes ... die Art, sich zu unterhalten, die örtlichen Gepflogenheiten, die Landschaft, die Einstellung und das Wesen der Menschen.
Natürlich gibt es Dinge, die in England einfach anders sind: das Essen (aber auch hier ist der Unterschied bei weitem nicht so groß wie erwartet - der Unterschied zu kroatischem Essen ist zum Beispiel größer), die Unart, links zu fahren (und auf der "falschen" Seite abzufahren - besonders schlimm bei Zügen!! ;-) oder das Geld (all die Münzen - ich hab meist ein echt schweres Geldbörsl). Aber das sind Kleinigkeiten, die mir Mittlerweile kaum mehr auffallen.

Gestern hab ich jedoch einen ganz groben Unterschied feststellen müssen: wir waren nämlich das erste Mal am Abend unterwegs.
Zuerst sind wir (Audrey, Olafund ich) mit dem Zug nach Colchester gefahren. Ich hatte meinen großen Tramper umgeschnallt - Lili hat mich nämlich gebeten, mein eigenes Bettzeug mitzubringen, und die Bettdecke (die ich übrigens ohne Erlaubnis mitgenommen hab *schäm*) hatte in keiner anderen Tasche Platz. [Wär übringes ganz lieb, wenn mir jemand bei Zeiten meinen Schlafsack vorbeibringen könnte ... *g*]

Als wir dann in Colchester waren, bekamen die "locals" (allen voran Laurence und Lili) kalte Füße: Gestern fand nämlich das Fußballspiel Colchester gegen Ipswich statt. Die beiden Städte haben schon ewig nicht mehr gegeneinander gespielt (waren schon lang nicht mehr in der selben Liga) und es besteht ein Konkurenzkampf, wie man in sonst nur in der Obersteiermark findet (... die Leute hier scheinen den Obersteieern sowieso verblüffend ähnlich zu sein - sie sind a bissl eigenbrötlerisch, man versteht sie kaum, wenn sie sprechen, ... ;-) Naja, auf alle Fälle waren sich die andern nicht mehr sicher, ob es "save" sei, überhaupt auszugehen (!!!???!!!).
Wir sind dann trotzdem losgezogen. Wir, das sind in dem Fall Audrey, Olaf, Lili und Stéphane (ihr Freund - Bilder siehe unten), Emily (Französin, unterrichtet in Harwich), Kadischa [schreibt ma anders] (ebenfalls franz-native und Lehrerin in Harwich), Laurence (der einzige Engländer in unserer illustren Runde, hat Deutsch und Holländisch studiert und unterrichtet jetzt in Harwich Deutsch und ich halt.

Zuerst waren wir in einem Irish Pub *gg* - das war echt fein. Es hat eine Live-Band gespielt (alternativ - waren wirklich gut!!!) und ich habe meinen ersten Cider getrunken. Vorher wurde ich noch gewarnt, dass Cider ziemlich gemein sei - hat mich doch ziemlich beunruhigt,weil ich nur ein Sandwich zu Mittag gegessen hab. War aber recht lecker - schmeckt wie gespritzter Apfelsaft. *gg*
Mir hat's dort sehr gut gefallen - doch den anderen war es zu laut, also sind wir in einen Club weitergezogen. Und dann begann der Abend schräg zu werden:
1) Engländer stehen auf Computermusik. Ich hab kein einzig wirklich gutes Lied gehört und in Colchester gibt es kein Lokal, in dem "alternative" Musik in der Preisklasse "drei Affen" (boa, extrem alternativ, ich weiß!) gespielt wird.
2) Engländerinnen haben eine komische Art, sich zu kleiden. So viele hot-pants, "Gürtel" und vor allem wirklich wahnwitzig kurze Kleider sieht man bei uns nicht einmal im Sommer im Bad.
3) [resultiert aus 1 und 2, evtl. auch 4] Die EngländerInnen haben einen ganz eigenen Tanzstil. Sie kombinieren (auf einzigartige Weise) die Kunst, sich nicht zu bewegen mit ruckartigen Bewegungen, die einem asthmatischen Krampf ähneln. (Jetzt weiß ich, warum uns Weißen nachgesagt wird, dass wir nicht Tanzen können - wenn die Kolonialherren sich auch so spastisch "bewegt" haben - oh boy!).
4) Das hohe Ziel der EngländerInnen besteht darin, sich innerhalb kürzester Zeit wegzubügeln. Fortzugehen, ohne "totally pissed" heimzutorkeln, gilt als Versagen. Um das Ziel zu erreichen, wir kampfgetrunken, was das Zeug hält - sprich ein Pinte nach dem anderen vernichtet. Und vier Pinte in einer Stunde sind für ein Mädl echt kein schlechter Schnitt. Nur vertragen tun EngländerInnen erstaunlich wenig (die meisten waren nach zwei Pinte Fosters komplett besoffen).
5) Aber der größte Unterschied: Um 1 Uhr ist Schluss. Wirklich und ernsthaft - nicht so wie beim Luis, wo man noch a paar Minuten sitzenbleiben darf, austrinken etc. Spätestens um 10 nach 1 sind alle Leute draußen, die Türen zu und die Lichter aus. Ich hab gar nicht mitbekommen, was los war und hab noch blöd gefragt, wo wir als nächstes hingehen würden. Ich mein, es war erst eins, ich gut drauf und auf eine lange Nacht eingestellt.

Wir sind dann tatsächlich heim, wobei ich kurzfristig "umgezogen" bin - die Jungs hatten a) mehr Platz und waren b) im Gegensatz zu den übrigen Mädls (Lili und mich ausgenommen) nicht betrunken. Daher bin ich mit meinem "kleinen" Rucksack um halb zwei durch Colchester gestiefelt (ca. eine halbe Stunde).

Heute waren wir alle gemeinsam frühstücken - natürlich auf english. English breakfast = Speck, Spiegeleier, Kartoffelteilchen (dreieckig und eine Art "dicke" Kartoffelpuffer), Würstl (ganz kleine, so wie die Grillteilchen) Gekochte Tomaten (lecker!!!), Bohnen, Champignons und evtl. Blutdummerl (des schreibt ma sicher a anders). War gewöhnungsbedürftig, aber okay.

So, jetzt mach ich aber Schluss für heute (Gratulation, wenn du wirklich alles gelesen hast!!! ;-). Es ist mittlerweile nämlich abend, ich will noch was kochen (viel Gemüse - kein Fett!!) und dann fängt schon Star Wars Episode III an - und das will ich nicht verpassen! ;-)

Friday, September 29, 2006

Woh is who II

Aufgrund äußerst sachdienlicher Hinweise ;-) wurde mir klar, dass man im Internet die Bildunterschriften leider nicht mitgeliefert bekommt. Blöd.

Daher sollte ich vielleicht das "Who is who Rätsel" auflösen: Also:
Eine im "Doppelbild" (auf einem Foto sind EINDEUTIG zwei Frauen zu sehen) ist schwanger. Audrey hab ich "outdoors" fotografiert. Weder Marie nach Maree sind schwanger. Unsere "Language Admin" (Admin heißen hier die Sekreteusen ;-) ist auf zwei Fotos zu sehen - einmal jedoch nur "uneindeutig". Marie und Maree tauchen nie im gleichen Bild auf. Emily und Rebekka tauchen nie im gleichen Bild auf. Emily ist Französin, was man ihr jedoch weder anhört noch ansieht.

Noch Fragen?? *ggggggggg*
Sorry, bin erst bei meinem ersten Kaffee und noch a weng "deppat - aber (sichtlich) gut gelaunt. Heute ist so zu sagen mein letzter Ferientag. Daher hab ich heut lang geschlafen, werd jetzt noch ein bissl den Strand entlangkoffern (oder auch nicht, ich hör grad, dass es zu regnen anfangt :( und dann was leckeres kochen. (A pro pos Essen: Hab gestern mein "Repertoir" hier in Harwich um "Pizza" erweitert - der Türke hier ums Eck kriegt die echt ganz gut hin ... England ist manchmal echt SEHR schräg!!!).
Und heute Abend werden wir (Audrey, Olaf, Lili, Laurence, evtl. Kadscha und Emily) Colchester unsicher machen - die Jungs wollen unbedingt zum Clubbing" (ich würd ja lieber "Pubbing" betreiben, wird also auf einen Kompromis hinauslaufen). Wird sicher ganz nett - auch wenn sogar die Clubs um 2 Uhr zusperren. (Kann ich mir gar nicht vorstellen, um die Zeit sind wir in Graz manchmal erst aufgebrochen!)

Mein Nebenjob war übrigens echt lustig. Ich hab Dialoge (Lehrmittelbedarf) Korrekturgelesen. Stephan's Büro ist in einem Buisness-Park - in einem wunderschönen, alten Landhaus (so einem richtigen "family estate", wie man es aus den Filmen kennt). So mit Efeu an den Wänden, den kleinen Fenstern, hunderten Schornsteinen und einem TRAUM von einem Garten. Blöderweise hab ich meine Digicam nüt dabei gehabt. Aber vielleicht gibt's dort ja wieder Mal was für mich zu tun, dann werd ich Fotos machen.

So, ich werd jetzt einmal schnell meine Hausübung erledigen ... damit sie vor dem Wochenende gemacht ist. *gg*

Wednesday, September 27, 2006

Who is who




Gestern ist Audrey angekommen. Für alle, die das noch nicht mitbekommen haben: Audrey ist die französiche Sprachassistentin. Wir waren heute in der Schule, damit sie sich vorstellen kann und die anderen LehrerInnen mal zu Gesicht bekommt. Bin recht oft in der Schule - dafür, dass ich eigentlich noch Ferien hab. *gg*

Hier noch schnell ein paar erste Fotos von meinen Kolleginnen - damit ihr in Zulkunft wißt, über wen ich gerade schreib ;-)

Das war's schon wieder. Ich bin soo müde, ich glaube, ich spüre die Meerluft. Mach jetzt schnell einen Powernap - weil später fahr ich mit Laurence (noch kein Bild, sorry) nach Colchester - hab da vielleicht einen Nebenjob ... mal schaun.

Monday, September 25, 2006

Bin wieder Studentin!

Heute hat der "Ernst des Lebens" begonnen - ich bin jetzt nämlich wieder "student" und zwar am Colchester Institute. Meine Schule zahlt mir dort nämlich einen Proficiency Sprachkurs , der mit dem Cambridge Proficiency Exam abschließt. Ich hab's dann sozusagen schriftlich, dass ich der englischen Sprache mächtig bin... Hoffentlich! Wär nämlich irgendwie echt blöd, wenn ich trotz Englischstudium durchrasseln würde ...
(Frage: Wenn ich's schaffe, darf ich dann wieder eine Studiums-beendigungs-Party schleißen?!?!? *gggg*)

Heute hat es übrigens geregnet - was die Leute hier jedoch nicht weiter stört: Jetzt weiß ich jedenfalls, warum Kapuzen und Mützen so modern geworden sind. Die meisten pfeifen nämlich auf den Regenschirm (vielleicht ist auch der "wet-look" in England entstanden ?!?! ;-). Mit Schirm bin ich mir jedenfalls fast schon blöd vorgekommen. Andererseits bin ich hier Ausländerin und darf daher auch a bissl auffallen.

Morgen kommt Audrey (französiche Sprachassistentin) an. Bin schon sehr gespannt, wie sie ist (und ich werd auch ganz schnell einmal ein Foto von ihr machen ;O)

Sunday, September 24, 2006

Sonntag in Colchester





Was machen eine Kolumbanierin, ein Franzose, ein Holländer und eine Österreicherin an einem Sonntag im September in Colchester? Genau: Sie haben Lunch und genießen den Sonnenschein!

Liliana unterrichtet Spanish und Französich am Language Dep. und hat sich bereiterklärt, mir heute Colchester zu zeigen. Der Ausflug hat nicht sooo blendend begonnen, da wir den ersten Zug gleich einmal verpasst haben. Doch wir ließen uns nicht unterkriegen und haben einfach eine Kaffeepause eingelegt. A pro pos Kaffee: Er ist nicht wirklich super-gut, aber so, wie alle gejammert haben, hab ich Schlimmeres erwartet! (Trotzdem wäre es nett, wenn mir BesucherInnen ECHTEN Kaffee mitbrächten... ;-)

Nachdem wir dann endlich im Zug waren (den nächsten hätten wir nämlich auch beinahe versäumt), das Umsteigen in Manningtree bewältigt hatten und Liliana gefunden hatten, ging es mit dem Auto in die Stadt (wir sind gerade mal ca. 2 km gefahren - aber das Auto war echt cool: Es hatte auf beiden Seiten - Fahrer und Beifahrer - Schiebetüren. Natürlich alles elektrisch. Ich will übrigens immer wieder instinktiv auf der falschen Seite einsteigen... :O)

Eigentlich sind wir den ganzen Tag durch Colchester gelaufen, hatten Lunch at "George's", waren im Park, haben Kafee getrunken (zumindest Stephan und ich, die anderen hatten Tea), sind noch dann wieder herumgelaufen. Klingt unspektakulär, war aber ein echt gemütlicher Tag! Es gibt sehr, sehr viele sehr, sehr alte Gebäude (romanische Kirchen, eine römische Mauer ect.) und sehr, sehr viele sehr, sehr englische Pubs in Colchester. Ein Platzl zum Wohlfühlen!


Saturday, September 23, 2006

Kemi "britannisiert" sich

Ich bin bereits heftig dabei, mich einzuleben. Als ich heute am Meer saß, war ich zum ersten Mal seit ich hier bin so richtig relaxt. Es ist einfach wunderschön am Meer (heute sowieso, es waren dutzende weiße Segelboote am Meer draußen ).

Es gibt einige Zeichen, die ganz eindeutig dafür sprechen, dass die Eingewöhnung voranschreitet: Ich habe bereits eine englische Sim-Karte und damit auch eine englische Nummer (07979005331 - falls es jemanden interessiert. Meine Telering-Nummer funktioniert nicht mehr... ), bin stolze Besitzerin eines Essex-County-Büchereiausweises und verstehe mittlerweile die Locals sogar dann, wenn sie miteinander sprechen (okay, nicht alles - aber ich bekomm die basic message mit). Ich kann sogar schon mit locals telefonieren (neue Sim-Karte und so ;-), was ja bekannter Weise zu den schwierigsten Hörverständnisübungen zählt ...

Ansonsten ;-) geht's mir echt gut: Gestern Abend haben wir einen sehr feinen Inder gleich bei uns um die Ecke gefunden - ja, auch in England gibt es scht leckeres Essen!! *gg* (auch wenn manche ZweiflerInnen das nicht glauben wollen!!!!!! ;-)
Und ich kenn mitlerweile auch schon eine ganze Menge Leute: Syd und Jan natürlich, meine echt netten und typisch englischen Vermieter hier im B&B, Gunda, meine Tutorin und Vorgesetzte, ihren Mann Dunken und ihre zwei Kinder, Liliana, eine Lehrerin aus Tobago, die mir morgen Colchester zeigen wird, Lawrence, einen Lehrer, der morgen mit uns Essen geht und Olaf, einen Sprachassistenten aus Holland, der ebenfalls hier in Homebay wohnt (und auch 1979 geboren wurde).

Fad wird mir also nicht. Heute war ich zum Beispiel mit Gunda in Colchester shoppen. DIE Frau steht auf Power-Shopping, war aber echt sehr, sehr lustig! (Hab mir auch gleich zwei Bücher gekauft - wobei zwei ja eigentlich eh wenig sind... Ich werd vermutlich mit noch etwas mehr Kilo Übergepäck heimfliegen.... *rofl* Vielleicht sollt ich gleich einen ganzen Flieger mieten?? EXKURS ENDE). Am Heimweg hab ich dann tatsächlich die ersten, echten Cricket-Spieler meines Lebens gesehen (und sie gleich für euch fotografiert ;-). Dann mit Gunda bei ihr zu Hause einen Kaffee getrunken und den restlichen Tag mit Olaf am Strand herumgehangen - ein richtiger Ferientag also!! Mir taugt's hier so richtig!!!!

Mal schaun, ich hoffe, ich komme morgen dazu, Fotos von Colchester zu machen. Aber was ich bisher gesehen hab, was schon sehr, sehr überzeugend... Hoffentlich find ich dort schnell ein nettes Zimmer! Mit diesem frommen Wunsch wünsch ich euch einen schönen Abend - ich geh jetzt ins Pub (... hab ich schon gesagt, dass ich es hier echt schön finde ... !?! ;-)













Friday, September 22, 2006

A WARM welcome






Mittwoch, 20. September 2006, 15:50 - Stansted: SONNENSCHEIN!!!

Ich muss zugeben, ich war echt überrascht - aber auch in England scheint ab und zu die Sonne. Die letzten zwei Tage (und länger bin ich ja noch nicht hier) waren sonnig und warm (so um die 25 Grad). Aber das tollste an Harwich ist das Meer - es ist wörtlich vor der Tür (naja, vielleicht nicht ganz wörtlich: Wenn man aus dem Haus geht, dann sind es wohl 20 Meter nach links ;-). Natürlich geht auch die ganze Zeit der Wind - was ich ja eigentlich ganz gerne mag... Allerdings merk ich, dass ich mich erst noch ein wenig aklimatisieren muss.

Harwich ist nett - aber ziemlich klein. Die Leute hier bilden eine recht "eingeschweißte Gemeinschaft" (Oh Gott - ich hab schon jetzt Probleme mit meinem Deutsch ;-) - hab ich zumindest gehört. Ich selber hatte noch keine Gelegenheit, das festzustellen (die ersten beiden Abende war ich bereits eingeladen. Die Briten sind wirklich ein gastfreundliches Volk!).
Die Häuser sind übrigens auch sehr klein. Am Anfang (auf der Busfahrt von Stansted to Colchester) hab ich es kaum glauben können (hat was von Hobbingen *gg*) - aber die schauen hier wirklich alle so aus. Dafür sind sie innen sehr gemütlich - und auch hell (ich hab ja befürchtet, dass es in den Häusern sehr dunkel sei).
Sogar die Autos und Straßen sind irgendwie kleiner ... *lol* ... dafür ist das Meer mächtig groß!!

Ich bin momentan im Homebay Bed & Breakfast (B&B). Die "Wirtsleute" - Syd und Jan - sind echte Englische Originale. Leider hab ich noch kein Foto von ihnen, denn Syd will sich ohne seine Frau nicht fotographieren lassen und Jan ist im Moment selten zu Hause (er meint, da fehle die "spezielle Note, die das ganze ansehnlich mache" - zumindest soweit ich ihn verstanden habe. Am ersten Abend hat er noch sehr schön gesprochen. Doch mittlerweile scheint er der Auffasung zu sein, dass mein Englisch gut genug für seinen "Essex-Dialect" sei. Ich tu halt so, als würde ich alles verstehen ... ;-)

Ich war gestern auch schon in der Schule - mich vorstellen und so. Die sind alle sehr nett und evtl. zeigt mir Kadischa (schreibt ma sicher anders - ist quasi in Lautschrift geschrieben) am Wochenende Colchester. Denn Harwich ist zwar super nett (zum anschauen) und liegt direkt am Meer - doch im Winter, wenn man echt kaum rausgehen kann, wäre es in Colchester sicher auch ganz nett. Naja, ich warte mit einer Entscheidung auf jeden Fall auf Audrey (die Französisch-Assistentin), denn wahrscheinlich werden wir gemeinsam wo wohnen.

So, das war's erst einmal. Ist wohl ein wenig konfus, aber im Moment geht es mir genau so: Millionen von (tollen) Eindrücken, die ich alle noch gar nicht so richtig verarbeiten kann. Aber das wichtigste:

Erster Eindruck von Endland: SEHR, SEHR POSITIV!!!

Wednesday, September 20, 2006

Up and away

Jetzt ist es (schon fast) so weit. In einer halben Stunde geht's zum Flughafen, in ca. 3 Stunden hebe ich ab Richtung Harwich, England.
Ich hab es doch tatsächlich noch geschafft, meine Koffer zu packen und das "zusätzliche Gewicht" (hab eine natürliche Abneigung gegen das Wort "Übergewicht") auf 7 kg zu dezimieren. ... Sollte jemand von euch jedoch in nächster Zeit nach Engeland kommen: Bei mir zu Hause warten zwei kleine Taschen auf einen Transfer ;-))

Hm, wie das wohl sein wird, alleine in Stansted am Flughafen zu stehen (naja, Nostradamus is ja wohl dabei ... ;-). Wahrscheinlich werd ich wirklich auf der falschen Straßenseite auf den Bus warten ... andererseits hab ich ja keine Ahnung in welcher Richtung Harwich liegt (von Standsted aus zumindest). Und ich zähle mit, wie oft mich mein Tramper zu Boden wirft...
Wie auch immer:

DAS ABENTEUER BEGINNT!!!!

Monday, September 18, 2006

Schade eigentlich...

So sehe ich aus, wenn ich meinen Blog öffne - und wieder einmal feststellen muss, dass mir niemand antwortet. Passiert leider fast täglich ... dabei hat es eigentlich ja recht vielversprechend begonnen ;-)
Da sich diese herben Enttäuschungen nicht gerade positiv auf meine Physionomie auswirken, hoffe ich doch sehr, dass ich in Zukunft mehr zu lesen bekommen werde. Anders gesagt: Um rege Mithilfe wird ersucht ;-) [Weil - ganz unter uns - das (siehe links) sollte man wirklich niemandem zumuten] {zu verschachtelt geschrieben? *g*}

Ansonsten gibt's grad nicht soo viel zu berichten. Das Packen gestalltet sich ein wenig kompliziert (wie packt man 2oo T-Shirts, 100 Pullis, 40 Hosen und 2 Paar Schuhe in einen Koffer, ohne die 30 kg Freigepäck zu überschreiten?), eine leichte gespannte Nervosität macht sich breit und mir wird schön langsam klar, dass ich bald im Flieger sitze (t-38 Stunden) - hoffentlich mit gepackten Köfferchen.

Es gibt einmal noch die (diesmal wirklich allerletzte) Gelegenheit, mich persönlich anzutreffen, bevor ich endgültig abheben: Der Tisch beim Luis ist für ca. 19.45 reserviert. Und ich bring das Buch noch einmal mit ... falls maybe - eventüll - vielleicht noch jemand was einkleben möchte (Kleber bitte selber mitbringen). Also dann bis morgen (... ich geh jetzt weiterpacken ... )!
UND VERGESST NICHT, EINEN KOMMENTAR ABZUGEBEN. Am besten ---- JETZT!

Friday, September 15, 2006

Richtigstellung








Sich verabschieden ist seltsam. Da trinkt man ganz gewöhnlich einen Kaffee miteinander oder sitzt bis spät in die Nacht am Balkon, trinkt Wein und Martini und flüstert, um die Nachbarn nicht zu stören (war ein sehr, sehr feiner Abend, Danke nochmal!!) ... und dann geht man. Eigentlich nichts ungewöhnliches, denn alles muss einmal aufhören (sonsts wärs ganz schön stressig!). Aber dann schießt mir dieser Gedanke durchs Hirn: Diesen Menschen seh ich jetzt a ganzes Zeitl nimma ... vielleicht in einem Jahr? Vielleicht vorher, wenn er (der Mensch ;-) mich besuchen kommt?? Vielleicht später, wenn es mich gach echt no woanders hin verschlägt???

Aber der wichtigste und viel schönere Gedanke, der mir in den letzten Tagen immer wieder durchs Hirn geistert ist folgender: ICH LIEBE GRAZ!!! Und das liegt nicht nur am Stadtpark, am Schloßberg, an den wunderbaren, bunten Häusern, an den gemütlichen Caffees und Beisln und der gemütlich-chilligen Grundstimmung dieser großartigen Stadt ... das liegt vor allem an den Menschen, denen man hier begegnet.

WARTETS NICHT ZUUU LANG, BIS IHR MICH BESUCHEN KOMMT!!!

Tuesday, September 12, 2006

Ein erstes letztes Mal

Und wieder ein Punkt weniger auf meiner "Pre-England-to-do-list", denn am Sonntag sind mein Bruder, meine Eltern und meine Wenigkeit die Bärenschützklamm durchwandert. Ausgangspunkt war die Teichalm (weil man da ja "so gut parken kann" - Pustekuchen, es war g'steckt voll!!!), dann zum "Guten Hirten", über den Knüppelweg nach unten, die Bärenschützklamm wieder hinauf und zurück auf die Teichalm.
Da ihr mir das vermutlich nicht "ung'schauter" abnehmen werdet, gibts hier noch ein paar Fotos - zum Beweis! ;-)



Wednesday, September 06, 2006

Gestatten: Johann


Hurra - meine kleine aber feine (technische) Familie hat Zuwachs bekommen. Archibald hat seit heute einen kleinen Bruder. Klein, weil's ja ein Schleptop ist. *g*

Der kleine Kerl schläft noch - er muss sich erst einmal vom anstrengenden Gekauft-werden erholen. Einen Namen hat er aber schon. Als Homage an unseren geschätzten Erzherzog hört er auf den klingenden Namen "Johann", als Kosename stehen "Hans" oder "Jo-Jo" (sprich: Dscho-Dscho) zur Debatte. Das wird sich aber eh von selbst ergeben - je nachdem, worauf er positiver reagiert.

Und somit ist ein weterer Punkt der Pre-England-to-do-list erledigt (Dank der tatkräftigen Unterstützung meines Papas und seines Schulwarts :-)

Monday, September 04, 2006

Auf Worte folgen Taten

Es ist soweit: Nachdem ich nun schon eine ganze Weile davon rede, dass ich "jetzt dann endlich mal mit den letzten Vorbereitungen anfangen sollte" - und warscheinlich einige meiner Freunde auch schon ganz gewaltig mit der ewig gleichen Leier nerve - fange ich heute tatsächlich damit an.

Auf meiner "pre-England to do list" stehen so lustige Dinge wie "Arbeitnehmerveranlagung", "Strafregisterauszug besorgen und nach England faxen" oder "Familiencomputer von meinen Dateien befreien" (da der Familiencomputer traditioneller Weise alle 3-4 Monate den Viren zum Opfer fällt, haben die Dateien sonst keine gute Überlebenschance!).

Gestern hab ich noch ein glühendes Plädoyer dafür gehalten, einen Abschnitt abzuschließen, bevor man einen neuen beginnt und dass es sogar Spaß macht. Manchmal sollte ich weniger reden - Veranlagungne machen keinen Spaß. Aber "Laptop kaufen" klingt lustig und "restliche Habe auf den Weingarten bringen" nach einem netten Ausflug in friedliche Gefilde.

Meiner Erfahrung nach hilft ein Plan sehr dabei, graue Theorie in die Praxis umzusetzen. Daher hab ich hier die Counties von England rausgesucht. Ist als Plan für all jene gedacht, die voller Freude und Elan versprechen "ganz sicher in England vorbeizuschauen" - damit sie mich dann auch finden ;-) und ihr Vorhaben, mich "ganz sicher zu besuchen", auch in die Tat umsetzen!!!

(Notiz: Essex ... das ist im Südosten von England ;-)

Sunday, September 03, 2006

Du bist (doch) nie allein!

Soeben habe ich eine Liste aller österreichischen LA (language assistants) bekommen ... und siehe da - einige der Namen kommen mir so "seltsam" vertraut vor. Anscheinend nutzen viele meiner (früheren) Studienkollegen die Möglichkeit, im Anschluss an das Probejahr nach England zu gehen, so einige LSR-Punkte zu ergattern und gleichzeitig die Wartezeit zu überbrücken.

Und plötzlich hab ich nicht mehr das Gefühl, dass ich in Enland "allein" sein werde - selbst, wenn ich drüben niemanden von ihnen treffen sollte. Denn die Tatsache, dass sie da sind, da sein werden, macht einen riesigen Unterschied. Irgendwie bin ich jetzt richtig erleichtert und kann es gar nicht mehr erwarten, dass es endlich losgeht ... und es ist jetzt wirklich nimma lang!

Wenn ich jedoch daran denke, was ich vor meiner Abreise noch gern alles tun würde und mit wem ich noch einen Kaffee trinken will, dann hab ich so eine "leise Vorahnung", dass die kommeden Tage evtl. "a bissi stressig" werden könnten. Und damit meiner Liste nicht das gleiche passiert wie Luke's, werd ich jetzt dann meinen Terminkalender zücken und beginnen, "Kemi's letzte Tage in Österreich" zu planen...